Sonntag, 13. April 2008

Burg Rieneck


Endlich wieder in Hessen (und nicht mehr bei den verrückten Freistaatlern ;) nee, Spaß!)
...Gerade kehren wir von einem wunderwunderschönen Wochenende auf der Burg Rieneck zurück. Außer, dass es viel Tolles gab, kann ich euch gerade leider noch nichts berichten, da ich morgen Reli schreibe und doch wenigstens jetzt endlich lernen sollte :) Der Bericht folgt!


Auf dem hohen Turm mit 4-8m dicken Wänden haben wir, die schöne Aussicht und den Sonnenuntergang genießend, ein wenig die Füße und/ oder die Seele baumeln und uns den Wind durch die Haare wehen lassen.

Freitag, 11. April 2008

Leiterkongress

Auf dieser malerisch gelegenen Burg findet vom morgigen Nachmittag an über das Wochenende der Leiterkongress für Teenager- und Jugendarbeit der Freien evangelischen Gemeinden Süd des Bundes statt. Das Motto lautet: Wenn Leiter Gemeinde (er)leben
Aus Kassel (West) rücken wir mit insgesamt 13 Mitarbeitern an. Wir freuen uns alle auf eine tolle und erlebnisreiche gemeinsame Zeit, auf Stärkung, Zusammenwachsen, neue Bekanntschaften und die Gelegenheit, viel mitzunehmen, was wir als Leiter segensreich in unsere Arbeit einfließen lassen können. Hinterher werde ich natürlich davon berichten ;) Bitte betet für eine gute Zeit auf der Burg Rieneck!

Schönes Wochenende!! LG, Anna

Dienstag, 8. April 2008

Leben heisst leben

oder: live is life



Dein Leben dreht sich nur im Kreis
so voll von weggeworfner Zeit.
Deine Träume schiebst du endlos vor dir her.
Du willst noch leben, irgendwann...
doch wenn nicht heute, wann denn dann?
Denn irgendwann ist auch ein Traum zu lange her...

__Wolfsheim-Lyrics

Montag, 7. April 2008

Gastfreundschaft

"Ein Gastfreund hat an seines Gastfreundes Wohlergehen eine besondere Freude und gibt ihm auf Verlangen den wohlmeinendsten Rat."
__Xerxes I.

Hallo =)!
Mit diesem kleinen Artikel möchte ich uns gern zum Nachdenken über unsere Gastfreundschaft oder unser Verhältnis zu dieser Begrifflichkeit anregen.
Zunächst hier eine schöne Definition von Jacques Derrida, deren Entdeckung ich vor kurzem gemacht habe:

"Reine und unbedingte Gastfreundschaft, die Gastfreundschaft selbst, öffnet sich, sie ist von vorneherein offen für wen auch immer, der weder erwartet noch eingeladen ist, für jeden, der als absolut fremder Besucher kommt, der ankommt und nicht identifizierbar und nicht vorhersehbar ist, alles andere als das."

Mit anderen Worten ist sie eine ganz besondere Tugend von hohem Wert; wert, an sich selbst entdeckt, ausgebildet oder weiterentwickelt zu werden. Ich selber empfinde die Zeit in der wir leben als wenig förderlich für diese Tugend, was durch die Umstände, die die Zeit mit sich bringt, bedingt scheint: Privatisierung, Stress durch Leistungsdruck, e-communication, überhaupt immer mehr Internet und weniger Zeit zur Pflege anhaltender, tiefer Beziehungen. Gerade darum wird Gastfreundschaft vielleicht jetzt besonders kostbar - als rares Phänomen, einem seltenen Juwel gleichend.
Und ein Mittel in der Hinterhand stellt es dar, wie ich durch einen Satz von Mario Wege (Pastor der FeG Ks-Ost) am letzten Sonntag begriff:

"In der Gastfreundschaft besitzt die Evangelisation wohl ihre eleganteste Form."

In der Ausübung der Gastfreundschaft können wir gesegnet werden und vor allem zum Segen werden, indem Gott durch uns zu wirken beginnen kann. Sie hat so viel mit dem lebendigen Glauben zu tun. Da ist beisielsweise das Doppelgebot der Liebe oder "The greatest commandment", wie es im Englischen genannt wird, welches wir u.a. in Markus 12,30-31 finden:

»30 Darum liebt ihn (Gott) von ganzem Herzen und mit ganzem Willen, mit ganzem Verstand und mit aller Kraft. 31 Das zweite ist: Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst! Es gibt kein Gebot, das wichtiger ist als diese beiden.«(Jesus)

Woran ich auch beim Nachsinnen über diese Tugend denken muss, sind Verse aus dem 25. Kapitel des Matthäusevangeliums (ab Vers 35ff):
»Denn ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und ihr habt mich bei euch aufgenommen; ich war nackt und ihr habt mir etwas anzuziehen gegeben; ich war krank und ihr habt mich versorgt; ich war im Gefängnis und ihr habt mich besucht. (...) Ich versichere euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr für mich getan.«

Starke Worte, die unter die Haut gehen. Gastfreundschaft in allen Facetten. Indem wir Gnade geben, werden wir Gnade erfahren. Dein Lächeln kehrt zu dir zurück! Sei gesegnet,
Anna

Samstag, 5. April 2008

Schmollschnute

**goldig
Exzellente Fotografie!

z10.info/blog/index.php

Donnerstag, 3. April 2008

Länderkunde à la Anna

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Hallo ihr Lieben!
Das heutige Programm:


Länderkunde à la Anna
Am besten beginnen wir ganz von vorne...









Hier - in Kamerun (Ngaoundéré) - wurde ich vor ca. 19 Jahren geboren und habe dort etwas aufgerundet 4 Jahre gelebt.






Anschließend sind meine Familie (und ich^^) wieder nach Deutschland zurückgekehrt und haben uns fortan fast nur innerhalb der Länder Europas bewegt. (Letzte Station: Spanien Oktober 2008; vorletzte Station: Südengland, Juni bis September 2008)









Im Sommer 2005 durfte ich ein paar Monate in North Dakota verbringen... eine wirklich tolle und unvergessliche Zeit.







Mein toller großer Bruder Martin ;) hält und hielt sich schon damals gar nicht so weit von diesem Ort entfernt auf - augenscheinlich zumindest. Er lebt nämlich in Kanada, wo er zur Zeit als Fluglehrer tätig ist.











Dies ist das Land meiner Träume - (natürlich ;) ) Neuseeland *schmacht*...








Und hier seht ihr das Land, welches ich im September für die Dauer von einem Jahr besuchen werde, um mit der Mission Human Care League vor Ort zu arbeiten - Indien!!!

Dienstag, 1. April 2008

Keep on ROCKIN´!!

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Rock-Café:
Love all, serve all, save the planet!

Montag, 31. März 2008

Der Schööönste!!!

"Das war der schööönste Sonntagabend der Woche!", seufzte Eva P. mit einem in Lachfalten gelegten Gesichtsausruck, den man für gewöhnlich als breites Grinsen bezeichnet und welcher ihre tiefe Zufriedenheit sowie gleichzeitig die eigene Belustigung über ihren halb ernstgemeinten Witz zum Ausdruck brachte.
Ein Schmunzeln, gefolgt von glucksenden Geräuschen, welche schließlich im allgemein ausbrechenden Gelächter mündeten, lief durch die Runde um den Tisch, an dem wir gerade die zweite Partie Activity beendet hatten.
Es ist wirklich ein toller Abend gewesen! Begleitet von guten Gesprächen, witzigen Kommentaren und freundschaftlich-fiesen Sprüchen, die untereinander hin- und herschossen, beugten wir unsere hochroten Köpfe über das Papier, auf dem jemand sich abmühte, beispielsweise den Begriff "Fremdenlegion" zeichnerisch umzusetzen, blickten mit einem Stirnrunzeln und belustigten Grinsen gespannt auf die Person, die mit den abenteuerlichsten Gesten und Verrenkungen pantomimisch etwas darstellen musste ("Bügelfalte", "Chinaporzellan"), oder versuchten, aus dem Wirrwarr des Wortschwalls, den jemand von sich gab, um den abstrusesten Begriff zu erläutern, irgendetwas herauszuhören.
Mit Worten ist er kaum zu beschreiben, der krönende Abschluss des bisher wärmsten, schönsten und sonnigsten Tages in diesem Jahr, der reich gefüllt war von dem Duft des frischen, sprießenden Grüns ringsum, das gemeinsam mit den fröhlich um die Wette zwitschernden, singenden und trällernden Vögeln den Frühling verkündet. Herzlichen Dank an alle, die dabei waren und besonders an Eva, dein Spruch wird mir im Gedächtnis bleiben ;)!
Ich freue mich schon auf´s nächste Mal! Liebste Grüße,
Anna

Donnerstag, 27. März 2008

Eine Lebensgeschichte

Mit freundlicher Genehmigung von unserer lieben Lisanne Schöner, der Autorin des wunderbaren Textes. Ein schönes und inspirierendes Leseerlebnis wünsche ich euch!

Eine Lebensgeschichte

Der Mann ging nervös auf und ab. Drei Schritte hin, drei zurück. Mehr waren es nicht von der feuchten Wand bis zu dem winzigen vergitterten Fenster, oben zwischen den dicken Steinquadern. Hin und her, hin und her. Nur um etwas zu tun, nur um nicht denken zu müssen. Aber es ist schwer nicht zu denken, wenn alles um einen totenstill ist, wenn das einzige Geräusch, das man hört ein Wassertropfen ist, der beständig von der Decke zum Boden fällt. Und das einzige was man sieht ein winziges Stückchen vergitterten Himmels ist.

Ja, vergittert war ihm der Himmel, aber auch das Leben, dachte er. Kein Ort, an dem er sicher war, keiner wo es noch Hoffnung für ihn gab. Immer hatte er sich auf seinen Verstand, seine Kraft verlassen; überall hatte er sich durchgeschlagen und herausgewunden. Viele hatten vor ihm gezittert, andere hatten ihn bewundert. Zimperlich war er nie gewesen. Nachdenken, Abwägen oder gar Rechenschaft ablegen war Sache der Schwachen und Feigen.

Was hatte seine Frau am letzten Tag gesagt. „Bitte beteilige Dich doch nicht an diesem Aufruhr, es führt zu nichts Gewalt mit Gewalt zu beantworten. Du lädst nur unnötig Schuld auf dich und machst dich und andere unglücklich.“
Wie recht sie gehabt hatte. Aber wann hatte er schon auf andere gehört? Wann hatte er jemals über Schuld nachgedacht? Was war denn schon Schuld?
Ein Wort der Pharisäer mit dem sie andere dazu bringen wollten, so zu leben, wie sie es für richtig hielten. Oder war es mehr?
War es vielleicht dieses bleischwere Gefühl, das sich ihm auf Geist und Glieder legte, das ihn zu erdrücken versuchte und ihm das Atmen schwer machte. Dieses Gefühl, das ihn zu Boden ziehen wollte, wo er unweigerlich in Tränen ausbrechen würde?

Nie in seinem Leben hatte er sich so einsam, so unglücklich und verlassen gefühlt. Und er hatte Angst. Angst die so tief saß, das er sie nicht abschütteln konnte. Und mit jedem Schritt, den er machte drückte sie ihm die Luft ein wenig mehr ab, denn jeder Schritt bedeutete Zeit. Und jeder weitere Schritt bedeutete noch mehr Zeit, seines plötzlich so kostbar gewordenen und einzigen Lebens.

Wie spät war es überhaupt? Inzwischen war es schon dunkel in seiner Zelle, das Fenster war kaum mehr vom Stein zu unterscheiden und ein kalter Hauch wehte herein. War Mitternacht schon vorüber? Ging es etwa schon auf den Morgen zu? Dann würden sie bald kommen, um ihn zu holen. Sie würden ihm Ketten anlegen und ihn hinausführen, hinauf nach Golgata. Einmal würde er noch die Sonne sehen und die Zedern riechen können. Einmal würde er noch sein geliebtes Jerusalem sehen können. Hier hatte er von klein auf gelebt. Schon als Kind war er durch die Gassen gerannt, hatte seine Streiche getrieben und die Leute geärgert. Danach hatte seine Mutter ihn immer tüchtig ausgeschimpft. Bis er sich schließlich schluchzend in ihren Schoß geworfen hatte und versprach sich zu bessern. Und dann war immer alles vergeben und vergessen gewesen, seine Mutter hatte ihn an sich gedrückt und ihm liebevoll über den Kopf gestrichen. Und er hatte sich wunderbar erleichtert und getröstet gefühlt.

Fast wünschte er sich seine Mutter käme in seine dunkle Zelle und er wäre wieder der kleine Junge von früher. Aber das waren Hirngespinste, denn selbst wenn sie hier wäre, könnte sie ihn doch nicht von seiner Last befreien, denn was er alles getan hatte konnte ihm kein Mensch verzeihen.
Die Zeit konnte man nicht zurückdrehen, Tote nicht wieder lebendig machen und Gesagt oder Gedachtes nicht wieder zurücknehmen. Deshalb würde er morgen sterben und genau betrachtet, empfand er dies sogar als gerechtfertigt.

Und trotzdem zitterte er am ganzen Körper und wünschte sich von Herzen noch einmal eine Chance zu bekommen für ein neues Leben. Die Chance sich zu entschuldigen, bei seiner Frau, seiner Familie und bei vielen anderen. Eine Chance es besser zu machen als bisher.
Aber es war aussichtslos. Morgen würde er dort oben am Kreuz hängen und Schmerzen haben und fühlen, wie das Leben ihn verließ. Und die Menschen würden ihn anstarren.
Einige würden ihn verachten und sagen „Seht, dort hängt er, dieser Straßenräuber und Mörder. Recht geschieht es ihm!“ Und er würde sich schämen, weil er wüsste, dass sich Recht haben. Andere würden um ihn weinen und er würde auch weinen, weil er wüsste, dass er sie verlassen musste. So vieles würde ungesagt bleiben.
Bei diesen Gedanken unterbrach er seinen Gang durch die Zelle und ließ sich auf den feuchten Heuhaufen in der Ecke fallen. Dort weinte er sich in den Schlaf.

Plötzlich schreckt er hoch und ist sofort hellwach. Ketten klirren und Schritte hallen. Schritte, wie sie Soldaten machen. Fest und gleichmäßig nähern sie sich seiner Tür. Sie kommen, um ihn zu holen, um ihn ans Kreuz zu schlagen. Er fühlt sich wie ein Tier in der Falle. Ohne Verstand, nur von Panik durchdrungen, presst er mit aller Kraft die Hände auf die Ohren. Aber er hört sie doch, die Schritte und die rauhen Stimmen, die immer näher kommen. Näher und näher, bis vor seine Zelle. Dann rasselt die Tür seiner Zelle und er hört auch, wie die Tür der Nebenzelle geöffnet wird. Rufe, Ketten, plötzlich geht alles ganz schnell. Wieder hallen Schritte, entfernen sich, werden leiser. Stille.
Und er, er sitzt noch immer in seiner Zelle. Kein Arm reißt ihn nach oben, keine Stimme schreit ihn an. Langsam öffnet er die Augen, löst sich aus seiner Starre. Was ist los? Haben sie ihn vergessen oder kommt er später dran?
Nachdem er noch eine Weile angestrengt gehorcht hat, getraut er sich endlich aufzustehen. Langsam geht er zur Tür und legt sein Ohr dagegen…Nichts. Er presst es fester gegen das Holz, da schwingt die Tür plötzlich auf. Er ist so verwirrt, dass er sich kaum rühren kann. Wieso ist die Tür offen? Was ist los? Haben sie eine Wache vor seiner Tür postiert?
Aber als er vorsichtig hinaus lugt, sieht er, dass der Gang völlig leer ist. Fassungslos taumelt er hinaus, bis er schließlich im hellen Sonnenlicht steht. Geblendet kneift er die Augen zusammen. Er versteht überhaupt nichts mehr. Kann es wirklich sein, dass er frei ist? Bestimmt ist es nur ein Traum oder aber die Soldaten stürzen jeden Augenblick auf ihn ein, um ihn wieder festzunehmen. Sicherlich wäre es jetzt das Schlauste die Beine in die Hand zu nehmen und auf und davon zu laufen. Aber er kann nicht, er ist zu durcheinander. Verwirrt irrt er durch die Straßen, gerät plötzlich in eine große, hektische Menschenmenge und wird mir ihr fortgetrieben, ohne richtig zu begreifen, wie ihm geschieht.

Sein Gehirn arbeitet nur langsam. Aber plötzlich hört er seinen Namen. Schon denkt er entdeckt worden zu sein und will fliehen, aber die zwei Männer neben ihm reden gar nicht mit ihm, sondern über ihn. Und was sie sagen ist sehr seltsam.
Sie behaupten tatsächlich, dass ein anderer an seiner Stelle gekreuzigt wurde und dass er, Barabbas, deshalb freigelassen und am Leben bleiben dürfe. Wie seltsam. Und weiterhin sagen sie, dass es ganz furchtbar traurig wäre, denn dieser andere Mann, dieser Jesus, sei doch völlig schuldlos gewesen und überhaupt der reinste und gütigste Mensch, den sie jemals gesehen hätten.

War denn die ganze Welt völlig verrückt geworden in der kurzen Zeit, in der er im Gefängnis gesessen hatte? Warum wurde jetzt ein schuldloser Mann gekreuzigt und er, Barabbas, der es tatsächlich verdient hatte, wurde freigelassen. Konnte das wahr sein?
Er muss sich selbst von der Wahrheit überzeugen, muss diesen Mann, der angeblich an seiner Stelle gestorben war, mit eigenen Augen sehen.
So folgt er der Menge den staubigen Weg nach Golgata hinauf, den Blick angespannt nach vorn gerichtet. Und dann endlich sieht er die Silhouetten der Kreuze in den Himmel ragen. Ihn schaudert als er sie erblickt und er reibt sich unwillkürlich die Handflächen. Er muss sich zwingen näher heranzugehen, den Ort zu betreten, an dem er jetzt eigentlich am Kreuz hängen müsste.
Ängstlich und doch von innerer Spannung getrieben, schiebt er sich durch die Menschen. Vorbei an den lauthals Spottenden und vorbei an den leise Weinenden, bis er ihn endlich sehen kann, den Mann am Kreuz. Über ihm hängt eine Inschrift. „Jesus von Nazareth“ heißt es da, „König der Juden“.
Es ist also wahr! Es ist tatsächlich ein anderer an seiner Stelle gestorben!

Einen Augenblick steht er wie betäubt. Doch dann begreift er endlich: Er ist frei! Er darf leben! Er muss nicht sterben, nicht zum Nichts werden. Er hat tatsächlich die Chance für ein neues Leben erhalten, durch diesen Mann am Kreuz.
Und Barabbas ist diesem Jesus, über den er unbedingt mehr erfahren will, von Herzen dankbar. Und die Freude fließt wie Wellen durch seinen Körper und schwemmt die ganze Angst und Kälte mit sich fort, bis er sich ganz leicht und warm und glücklich fühlt.
Nichts lähmt mehr seine Bewegungen und seinen Geist, als er mit langen, frohen Sprüngen den Berg hinab läuft, um seiner Familie von dem Wunderbaren zu berichten.


geschrieben von Lisanne Schöner
(inspiriert durch eine Predigt von Theo Lehmann)

Sonntag, 23. März 2008